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|  | 1 Einleitung Die Voraussetzung für eine qualitativ gute Schweißnaht wird schon bei der Bereitung der Verbindungsflächen - beim Abschrägen - geschaffen. Hierbei ist es wichtig, dass die Abschrägung konstant die beabsichtigten Maße längs der Fugenkante hält. Besonders beim automatischen Schweißen ist es von Bedeutung, dass der Fugenraum nicht durch Änderung des Abschrägwinkels und der Abschrägtiefe während des Betriebes variiert. Das Abschrägen darf keine Verformung des Werkstückes zur Folge haben. Sollte das Werkstück verbogen werden, ist es schwierig, eine gleich große Spaltöffnung entlang der Fuge zu gewährleisten.
Die richtigen Voraussetzungen für eine qualitativ gute Schweißnaht sind vorhanden, wenn die Forderungen nach Maßgenauigkeit und das Ausbleiben von Verformungen erfüllt werden. Sind darüber hinaus die Verbindungsflächen metallisch rein und chemisch nicht beeinflusst, ist dies ein Vorteil für die Qualität der fertigen Schweißnaht.
| | 2 Verfahren Die Abschrägmaschinen arbeiten im Prinzip wie eine Rollenschere: Das gleiche Prinzip mit nur einem Schneidrad. Das Werkstück wird automatisch durch die Maschine geleitet.
Das Verfahren kann sowohl bei X-, V-, Y- und K-Fugen angewendet werden. Der Abschrägwinkel ist stufenlos von 25' bis 55' einstellbar. Die Einstellung ist leicht an einer Skala abzulesen. Die Genauigkeit des eingestellten Abschrägwinkels ist sehr hoch.
Die Maschine hat eine Abschrägkapazität von 25 mm Abschrägbreite in normalem Eisenblech 390 N/mm'. Die Abschräggeschwindigkeit beträgt zwischen 1,5 und 3,1 Meter pro Minute' abhängig von der Abschrägbreite.
Da das Abschrägen in kaltem Material erfolgt, wird die Schnittfläche sauber und chemisch nicht beeinflusst. Diese Abschrägmaschinen eignen sich auch für alle Arten von rostfreiem Stahl.
Die Kaltverformung des Materials ist unbedeutend und entspricht etwa den Verhältnissen beim Schneiden mit der Plattenschere. Die Verformung ist gering, so dass eventuelle Härtesteigerungen durch die Wärme beim Schweißen beseitigt werden.
| | 3 Arbeitsweise Die Position der Maschine kann beliebig im Verhältnis zur Form, Größe und zum Gewicht des Werkstückes angepasst werden. Die Maschine kann auf dem Boden stehen oder beweglich schwenkbar aufgehängt werden.
Hängt die Maschine, so kann diese entlang des Werkstückes fahren, anstatt das Werkstück durch die Maschine zu ziehen. Je nach Verwendungszweck gibt es zwei verschiedene Typen von Aufhängungsvorrichtungen. Die Maschine hängt in einem Bügel, der ein Kippen der Maschine um 180" ermöglicht. Der Bügel soll in einer Vorrichtung aufgehängt werden, die wiederum in einer Laufkatze hängt.
Besonders bei Arbeit mit kleineren Arbeitsstücken kann dieses Verfahren seine Überlegenheit beweisen - wirtschaftlich sowie was Handhabung betrifft.
Das Verfahren verlangt keine Einstellzeit. Das Arbeitsstück kann direkt nach Start der Maschine eingeführt werden. Mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung können auch runde Arbeitsstücke mit Durchmessern ab 300 mm mit Präzision abgeschrägt werden. | |
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